Praxiserfahrung

In meiner Praxisstunde in Geschichte gibt es ein Mädchen, die in der Klasse als Außenseiterin angesehen wird. Die Schüler möchten zu ihr keinen Kontakt aufbauen, da sie vor 2 Jahren ein sehr unsoziales Verhalten gezeigt hat. Diese Schülerin hat oftmals Sachen von den Mitschülern beschädigt, oder Arbeiten die abzugeben waren zerstört.
Die Schülerin hat schon viele Betreuungseinrichtungen wegen ihres Verhaltens besucht, diese wurden jedoch nicht sehr gut angenommen, da es jetzt immer wieder solche mysteriöse Vorfälle gibt. Dieses Mal kann jedoch niemand beweisen, dass sie es wirklich gewesen ist und deswegen herrscht auch in der gesamten Klasse eine eher schlechte Stimmung.
Die anderen Schüler geben natürlich wieder dieser Schülerin die Schuld, da sie immer wieder unsoziales Verhalten zeigt.
Hier sieht man wie wichtig es ist, soziales Verhalten in der Familie, aber auch in der Klasse zu fördern und den Kindern entsprechende Kompetenzen zu vermitteln.

21.11.08 08:19

bisher 8 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Tamara (21.11.08 08:30)
Tja. da hast du ganz Recht! Schade, dass das Mädchen in der Schule keine Freunde hat und niemand ihr die "Stange" hält. Was wenn sie jetzt nicht hinter den Vorfällen steckt. Kinder können da oft sehr hart sein. Einmal in einer Schublade, kommst du da nicht mehr heraus. Macht wahrscheinlich das Mädchen noch frustrierter und stachelt an zu neuen Taten. Nach dem Motto: "Is eh egal, ich bin eh immer Schuld."


Angela (21.11.08 08:43)
Hey,

also ich finde dass sich die Eltern mit diesem Kind mehr beschäftigen müssen. Sie musste ja schon verschiedene Betreuungseinrichtungen besuchen. Aber über kurz oder lang wird sie bei einem Psychologen Hilfe holen müssen. Ich möchte nicht wissen, wie es in ihrem späteren Leben zugeht, wenn nicht bald etwas geschieht.

Lg


Johannes Maurek (21.11.08 08:49)
Sie haben es intuitiv erfasst, wozu ein Blog gut ist. Sie beschreiben eine Situation, die Sie nachdenklich gemacht hat, in der Sie vielleicht auch nicht wissen, wie man als Lehrer richtig (gibt es das überhaupt?) reagieren sollte. Andere können dies nachvollziehen und Ihnen von ihren eigenen Erfahrungen berichten. Das kann - im positiven Fall - helfen, das Problem zu lösen oder es zumindest für sich zu bewältigen, dass es nicht mehr als belastend betrachtet wird...

LG
Johannes Maurek


alexandra (21.11.08 08:50)
Hallo Elisa!!!

Das ist wirklich sehr schade, dass durch solche "mysteriöse Vorfälle" das Klassenklima negativ beeinflusst wurde.

Das Mädchen wird es sicher nicht leicht haben, sich bei ihren Mitschülern zu behaupten. Dass sie jetzt zu einer Außenseiterin geworden ist, kann ich gut nachvollziehen! Natürlich ist es schlimm, was sie in ihrer Vergangenheit begangen hat, doch Schüler und Lehrer sollten mit diesen Vorfällen abschließen können. Aber wie können sie wieder gemeinsam eine Vertrauensbasis aufbauen?

Das erscheint mir eine schwierige Aufgabe. Ich bin auch deiner Meinung, dass es sehr wichtig ist, soziales Verhalten in der Familie, aber auch in der Klasse zu fördern und den Kindern entsprechende Kompetenzen zu vermitteln.

Ich glaube, dass Lehrer in der heutigen Zeit mit viel komplexere Aufgaben konfrontiert sind, als zu "unterrichten"! Der Beruf bedeutet für mich, einerseits Lehrer zu sein, aber andererseits auch Berufe auszuführen, wie Erzieher oder sogar Psychologe!
In diesem Fall wäre es warscheinlich von Vorteil, wenn sich die Lehrer aus dieser Klasse zusammen setzen würden und gemeinsam diese Situation diskutieren.
Ein Verbesserungsvorschlag von mir wäre, dass in Schulen vermehrt Workshops eingeführt werden, in welchen die Kinder sozial gefördert werden!

glg


(21.11.08 08:52)
Ich schliesse mich der Meinung von Angela an!
Das Verhalten der Kinder geht zu grossen Teilen auf die Erziehung der Eltern zurück. Vielleicht wäre dieses Mädchen besser in die Klasse integriert worden, wenn sie die Aufmerksamkeit von ihrer Familie bekommen hätte, und diese nicht von ihren Mitschülern durch negatives Auffallen erhaschen hätte müssen.



Marie (21.11.08 08:52)
Hallo!

Solche Vorfälle sind immer schwierig... meine Mutter arbeitet in so einer Betreuungs einrichtung wie du sie oben erwähnt hast und meistens lässt so ein Verhalten entwerder auf die Vergangenheit des Kindes schließen oder auf das aufmerksamkeits defizit syndrom das es zu solchen sachen ankurbelt (habt ihr gewusst das das garnichts mit erziehung oder so zu tun hat sondern das im Gehirn bestimmte Transmitter (Botenstoffe)fehlen, deshalb tun sich diese Kinder auch mit selbstdisziplin und konzentration so schwer)


kathrin (21.11.08 08:58)
Hi elisa!
Sowas ist echt immer schwierig zu handhaben, v.a. auch für die Lehrer. Bei meiner mama in der hs hat es einen änhnlichen vorfall gegeben. Ein kind hat einmal eine füllfeder mitgehen lassen - ihm hats echt leid getan usw. und die schüler haben es dann akzeptiert. Aber nun wird es extremer, da bereits schmuck und eine teure jacke verschwunden sind. Auch da geben alle dem kind schuld, obwohl dieses schon beteuert hat, dass es diesmal nicht er war.
Genau wie Tamara geschrieben hat, einmal in einer Schublade, kommst du echt schwer wieder raus!

LG


leander (12.1.09 14:27)
das einzige was hilft: reden!
alle reden über sie, doch niemand mit ihr.
nur wer diese barriere überwindet, hilft!

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